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Willkommen beim moppedsammler

+++ Aktuell:

Die zweite moppedsammler-Bikertreff-Frühjahrstour ist gelaufen.

Ein Bericht

Erlebnisse beim TÜV

Eine wunderschöne GLOSSE von meinem Freund Roland, die ich mit seiner Genehmigung veröffentlichen darf. (Jede Ähnlichkeit mit wirklichen Personen ist rein zufällig)

Sonstiges:

Für die spams in meinem Gästebuch bitte ich um Entschuldigung. paydayloans scheint die Sicherheitsschleuse bei web.de offensichtlich sauber umschiffen zu können.

    

 

Liebe Freunde der moppedsammler-site.

 

Es ist wieder Saison. Was tut sich beim sammler...?

Zunächst mal habe ich die Saison am 1. Januar mit der K 1100 LT  eröffnet. Auf meinen rund 150 km bei ca. 10 Grad durch den Schwarzwald habe ich allerdings keinen einzigen anderen Biker getroffen 

Was noch ?

Ich habe mich getraut und selbst lackiert. Das Monschterle glänzt in tiefschwarz, die Werkstatt sieht aus wie Sau und wenn man die ganze Farbe auf dem Fußboden sieht, glaubt man kaum, dass die Lackteile auch was abbekommen haben. Auch die vom Profi vor Jahren in der falschen Farbe lackierten Seitenteile der ZX 10 sind nun wieder schwarz und die Schrammen an der ZZR 1100 sind weg. 

Die provisorische Baumarkt-Spraydosen-Lackierung der Duc wurde übigens mit RH Sperr-Grundierfüller grau unschädlich gemacht. Das hat einwandfrei funktioniert.

Von den beiden Neuzugängen des Herbstes ( GPZ 1100, eine Blaue und eine Rote ) ist nur die Rote übrig, mit der Blauen (den Namen will er beibehalten) werden Volker und Heike das Blümchenpflückerdasein beenden.

Die kleine BMW (R 80 ST) ist überholt und steht zum Verkauf, da ich kaum noch damit fahre. Wer also einen schönen Klassiker sucht, bitte melden.

Ich habe meine domain etwas aufgeräumt. Eine Seite ist raus, aus den bislang nach Hubraum geordneten Seiten wurde eine  Seite mit "Restaurationen", da stelle ich die eher aufwändigeren Restaurationen ein. Auch sonst habe ich mal aufgeräumt und die alten Kamellen gelöscht.

Eine habe ich gerade eben wieder gefunden, die ich noch nicht veröffentlicht habe:

Bad Boys Toys

Hier ein Überblick über den momentanen Bestand meiner Bikes:

Das Flaggschiff. BMW K 1100 LT Highline Edition von 1998. Name: "Sofazügle 2.0"

1100 cc, 100 PS, jetzt knapp 78.000 km gelaufen. Der Topp-Tourer mit Heizgriffen, verstellbarer Scheibe, Stereo-MP3-Anlage, Navi...  

Die Seniorin. BMW R 80 ST von 1983. Name: "Günni"

800 cc, 50 PS, knapp 80.000 km Laufleistung.

 

Die Zuverlässige: Kawasaki ZX 10 "Tomcat" 1991, Name: "Schwarze Sau"

1000 cc, 139 PS, Laufleistung 65.000 km, 270 km/h. Mehr als zwanzigtausend Kilometer hat mich diese ZX 10 durch aller Herren Länder getragen. Stets zuverlässig und sparsam (unter 5 l/100 km im Urlaubstrimm), mit einem genialen Motor und für einen Sportler saubequem.  

Die Schöne: Man kann sich das Bild nicht lange genug anschauen. Ducati M 900 Monster, 1997, Name: "Monschterle"

900 cc, 65 PS, Laufleistung 11.000 km. Die muss man nicht nur gesehen, sondern vor allem gehört haben. Booooaaaahhh... 

Mehr über das Monster in der obigen pdf "Bad Boys Toys"

 

Die Rasante: Kawasaki ZZ-R 1100 C, 1992. Name: "Sargnagel"

1100cc, 150 PS, 280 km/h. Laufleistung: 49.000 km  Hat eigentlich auf der Straße nichts mehr verloren, so etwas gehört auf die Rennstrecke. Es ist überaus schwierig, diese mittels LSL-Heckumbau und Eagle Mach I - Tröte auf Supersport getrimmte ZZ-R im Rahmen der StVO zu fahren.

Die Pragmatische: Kawasaki GPZ 1100, 1995. Name: "Die Rote"

1100 cc, 125 PS, Laufleistung 73.000 km. Ein schwerer, aber leicht zu handelnder Sporttourer. Solide und emotionslos mit viel Bums aus dem Keller. 

 

Urlaub im Hunsrück (Juli 2011)

Bei Meister Nagel in Bärenbach hat der junge Johannes Bückler um  1795 das Handwerk des Wasners, auch „Schinder“ genannt, erlernt. Der Wasner war für die Beseitigung und  Verwertung von Tierkadavern zuständig. Der so gerufene „Schinderhannes“ war damals ca. 15 Jahre alt, (das genaue Geburtsdatum ist nicht überliefert) als er den ersten Diebstahl beging. Im November 1803, also etwa 23 – jährig endete Bücklers kriminelle Karriere zusammen mit der von 19 seiner Spießgesellen unter der Guillotine im damals französisch regierten Mainz.

Als letzte Behausung diente dem heute so verklärten „Räuberhauptmann“ die damals schon halb verfallenen Schmidtburg im Hahnenbachtal oberhalb des Nahestädtchens Kirn.

Soviel zur Geschichte des Räubers vom Hunsrück, der erst posthum und romantisch verklärt, Karriere machte, auf dessen Spuren wir uns begeben, indem wir in einem Teilort des Städtchens Kirn Quartier beziehen.

„Wir“ das sind in diesem Fall die beste Ehefrau der Welt und ihr motorradverrückter Gatte, als fahrbarer Untersatz dient das „Sofazügle 2.0“, eine 1998er BMW K 1100 LT Highline-Edition.

Allerdings fährt das rote Monstrum zunächst auf dem Anhänger hinter unserem alten 525i ins Nahetal. Ein Blick in den Seitenkoffer der BMW konnte die Holde keinesfalls davon überzeugen, dass ihr Bedarf für einen einwöchigen Urlaubsaufenthalt da hinein passt.

Ohne große Mühen, dafür mit einem Spritverbrauch von satten 13 Litern schafft der große Sechszylinder das Gespann vor das romantische Häuschen, welches wir für eine Woche gemietet haben.  

Streng genommen nur eine von zwei Wohnungen darin, da aber die andere derzeit unbewohnt ist, bleiben die große Küche, der hübsche, uralte Weinkeller und der Sitz auf der Terrasse hinter dem Haus uns allein vorbehalten.

Nachdem der Koffer ausgepackt ist, erkunden wir das nahegelegene Städtchen Kirn. Das Erste, was uns an dem sonst verschlafenen Kaff auffällt, ist eine riesige Industrieanlage. Die Firma Simona produziert hier Kunststoffteile und ist der größte Arbeitgeber der Region.

Man sieht den Häusern recht deutlich an, wer es hier zu was gebracht hat und wer im halb verfallenen und windschiefen Erbhäuschen sein Dasein fristet. Irgendwo habe ich auch ein Schild entdeckt, auf dem etwas über eine „Göttin Simona“ zu lesen stand, auf deren Spuren man hier im Tal der Nahe ebenfalls wandeln kann, mehr war über das Wirken dieser Dame aber nicht in Erfahrung zu bringen.

Kirn besteht im Wesentlichen aus einem Marktplatz, der an diesem Samstagabend von Gott und der Welt verlassen ist, und ein paar Wirtschaften. Von unserem Vermieter war lediglich in Erfahrung zu bringen, dass er die im Teilort befindliche Kneipe nicht empfehlen kann, so dass wir den „Ratskeller“ aufsuchen, seither ein Begriff für gehobene und gepflegte Gastlichkeit und gute Küche, denn wo die Räte speisen, muss es gut sein.

Die Karte verspricht neben bekannter Hausmannskost auch Auszüge aus der Balkan- Küche, wir entscheiden uns hungrig für eine „Adriaplatte“ .

Was die leidlich freundliche Kellnerin letztlich auf den Tisch bringt, sind zunächst zwei vorgewärmte Teller. Weshalb die eigentliche Speise erst kommt, nachdem die Teller wieder kalt sind, bleibt ihr Geheimnis.

Die Adriaplatte erscheint in einer Edelstahlschale über einem zischenden Spirituskocher, der nicht nur einen unangenehmen Geruch verbreitet, sondern die darüber befindliche Speise über einem Wasserbad lustig weitergart, was diese keinesfalls nötig hätte, denn das auf den ersten Blick lecker aussehende Gemüse, Karotten, Broccoli und Blumenkohl, entpuppt sich als ungenießbarer Matsch. Abgesehen davon, dass ich aus der Mittelmeerküche eher ein anderes als das heimische Gemüse erwarte, könnte man es zur Saison auch frisch blanchieren, kurz vor dem Servieren in Butter sautieren und knackig auf den Tisch bringen. Dieses lieblos aus der TK-Tüte in kochendes Wasser geschmissene Zeugs steht in krassem Widerspruch zum perfekt gebratenen Fleisch.

Zwei Spieße mit Schweinerückenstückchen, perfekt rosa gegartes „faux filet“ vom Rind und lecker gewürzte Hackfleischröllchen, dazu ein paar Pommes, bei denen man wenig falsch machen kann, würden grandios schmecken, hätte man - der gepflegten Balkanküche entsprechend - einen kräftigen Klacks Aivar mit gehackten Zwiebelchen dazu gegeben und das Ganze mit zwei Zitronenschnitzen garniert. Eine entsprechende Anfrage bei der herbeigerufenen Kellnerin ist schnell beschieden: „Hamma nich“ Mit Ketchup könne man dienen. „Nein danke“. Noch ein Wort zu den mit Tomatenmark angereicherten Pappreiskügelchen: Ein Djuvec-Reis sieht anders aus.

Trotz eigentlich angemessener 27 Euro für die Zweipersonenplatte (Salat kam frisch vom Buffet) merkt die Kellnerin dann doch kurz auf, als sie auf die Standardfrage „Hat alles geschmeckt ?“ eine durchaus ehrliche Antwort bekommt: „Nein, nicht alles.“ 

Wir haken den Ratskeller ab, zumal die genossene Speise uns später am Abend zu einem mehrmaligen Gang zur Toilette zwingt. Noch immer mit einem Grummeln im Bauch schlafe ich im eisernen Himmelbett nach der Liebsten ein, die lange vor mir bereits gleichmäßige Atemgeräusche von sich gibt.

Von Riesen und Zwergen      

„In diesem Gang“ - unsere sehr junge Führerin zeigt auf ein etwa 1 Meter hohes und 40 cm breites Loch im eisenharten Fels „konnten die Bergleute damals aufrecht stehen“.

Komisch, ich hatte mir Bergleute immer als muskelbepackte, schweißtriefende, schwarze Hünen vorgestellt und die lebensnah aufgestellten Puppen sehen eher wie Kleinkinder aus.

Es ist Sonntagvormittag und wir befinden uns im Besucherbergwerk der Kupfermine Fischbach, auf halber Strecke zwischen Kirn und Idar-Oberstein. Für 5 Euro pro Nase begeben wir uns ins finstere Mittelalter in die Zeit von Lehnsherren, Leibeigenen und Sklaven. Diese kleinen Bergleute waren privilegiert, sie waren freie Leute und hatten das Recht zu jagen oder Holz zu sammeln. Der Preis dafür war eine durch Schwefeldämpfe beim „Erz rösten“ bereits in der Kindheit ruinierte Gesundheit mit daraus resultierendem Zwergwuchs und eine Lebenserwartung von ca. 30 Jahren.

Wir erfahren, dass das Märchen von den „sieben Zwergen“ seinen Ursprung daher haben dürfte, dass diese zwergwüchsigen „Hüter des Waldes und der Berge“ in bunten Kleidern mit Kapuzen im Wald herumliefen und dort von den normal gewachsenen, ortsansässigen Bauern gesichtet und entsprechend bewertet wurden. Die Bergarbeiter waren meist zugewandert und von anderem Glauben, daher blieben sie unter sich. Das leuchtet ein.

Der heutige Vorgartenzwerg das Abbild eines protestantischen, aus Sachsen zugewanderten, mittelalterlichen Erzbergarbeiters, leuchtet irgendwie auch ein.

Nach drei Viertelstunden kommen wir aus der Grube wieder ans Tageslicht. Mit der Besichtigung der Weiterverarbeitungsstätte, an der das Erz geröstet, zerstampft und gewaschen wurde, bis man einigermaßen reines Kupfer erhielt, endet die Führung.

Gold und Silber hätt‘ ich gerne, Edelsteine noch viel lieber…

„Wenn Du mir vor ein paar Jahren gesagt hättest, dass ich einmal durch ein Edelsteinmuseum latsche, hätte ich Dich für verrückt erklärt“ – man merkt deutlich, die Vorfreude auf den anstehenden Besuch im Deutschen Edelsteinmuseum könnte bei meiner Gattin nicht größer sein. 

Wir befinden uns in Oberstein, dem höheren der beiden Teilorte von Deutschlands Edelsteinmetropole Idar-Oberstein. Was es dann jedoch auf drei Etagen und einer Sonderausstellung im historischen Gewölbe zu sehen gibt, verschlägt selbst meiner Frau die Sprache. Ich fange gar nicht erst damit an, das zu beschreiben, es wäre erstens sinnlos und zweitens muss man das selbst gesehen haben. Für mich waren die Tierfiguren im 2. Stock und der Elfenbeinturm mit 27 ineinander gearbeiteten Kugeln am beeindruckendsten.  Man kann sich das kaum vorstellen, was Menschenhand zu schaffen in der Lage ist, und fühlt sich als einfacher Moppedschrauber plötzlich richtig winzig.

Die nun mit geballter Wucht darnieder brennende Julisonne sieht uns am späten Nachmittag vor dem Eissalon „Venezia“ auf dem schlagartig belebten Marktplatz von Kirn sitzen. Mit Glück haben wir noch ein Plätzchen ergattert, ich schlürfe Latte Macchiato und die Süße macht sich über einen Baileys-Becher her. Aber das ist kein Mittel gegen den langsam am frühen Abend aufkeimenden Hunger, das Mittagessen war ausgefallen.

Wir suchen einen Italiener. Neben einem Pizzaschnelldienst, bei dem es auch Döner gibt, weiß der Restaurantführer von Kirn nur über das Haus „Amalienlust“ zu berichten, mit dem Zusatz „da Tomasso“. Die wohlhabende Gräfin oder Fürstin Amalie lebte und liebte um 1800 in Kirn, man kann sich also denken, weshalb das Haus so heißt.

Das Haus macht auf den ersten Blick einen gepflegten Eindruck, ebenso der direkt am Hahnenbach gelegene kleine Biergarten, aber bei näherem Hinschauen hätte sicher auch der Amalie die lieblos mit rostigem Draht befestigte Lichterkette ebenso wenig gefallen, wie die aus der Küche dröhnende Rockmusik, mit der sich der Koch offensichtlich bei Laune hält.

 

Zwar hat das Restaurant schon einen Internet-Verriss erhalten, aber der ist vier Jahre alt und bei Pizza und einem italienischen Salat kann an eigentlich nichts falsch machen. Eigentlich… denn nicht nur, dass die fahrig bis überfordert wirkende Bedienung (und das bei gerade mal drei besetzten Tischen) den Salat erst nach zweimaliger Nachfrage und lange nach den Pizzen bringt, selbiger ist auch noch mit Unmengen weichen Käses und Pressschinken angereichert und in einer bleischweren Sahnesauce ertränkt. Das geht gar nicht. Während ich von einem knackigen Sommersalat mit einer Menage träume, wo ich mir das Dressing aus Salz, Pfeffer aus der Mühle, echtem Balsamico und kalt gepresstem Olivenöl selbst zubereiten kann, vermisse ich auf der Pizza jede Form von Raffinesse. Zwar befinden sich auf dem industriell vorgefertigten, mürbeteigigen Pizzaboden die auf der Speisekarte aufgeführten Zutaten, aber das ohne jede Spur von Gewürzen oder gar (frischen) Kräutern, sättigend aber geschmacklos. Vermutlich heißt „Tomasso“ in Wirklichkeit nur Thomas, von guter italienischer Küche jedenfalls hat er keinen Schimmer.

Wir haken auch das zweite Kirner Restaurant als nicht empfehlenswert ab und verziehen uns in unser schmuckes Fachwerk-Domizil, köpfen noch eine Flasche Sekt und finden nach einem anstrengenden Tag erholsamen Schlaf.  

 

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Am 15.6.2011 bin ich mit dem Motorrad zur Arbeit gefahren. Der Tag hatte etwas Besonderes:

Unbedingt lesen !

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Die Restauration der GPZ 900R ist abgeschlossen. Lesen Sie die

Lebensbeichte einer alten Dame

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Und nun: Wozu noch eine website, die kein Mensch braucht ? Was bietet sie ?

Was ich versprechen kann: Diese Seiten sind frei von Werbung und dienen keinerlei kommerziellen Zwecken. Damit Sie das hier lesen können, entrichte ich einen monatlichen Obolus an meinen Provider. 

Ich möchte gerne etwas von meinem Wissen und vielleicht auch Können in Sachen Motorrad weiter geben. Vielleicht braucht ja jemand nur mal das richtige Werkzeug oder mein professionelles Ultraschall - Equipment. Ich helfe gerne und grundsätzlich unentgeltlich, was nicht heißt, dass ich mich nicht über eine Anerkennung freue und irgendwann auch bemerke, wenn man mich auszunutzen versucht. Wer also auf Kameradschaftsbasis etwas von mir bekommt, um damit nachher Geschäfte zu machen, ist raus. Ein für alle Mal. 

Für alle Anderen stehe ich gerne zur Verfügung.  Kontakt zu mir bekommt man ganz einfach via email unter

moppedsammler@web.de

Schreiben Sie mir eine mail, teilen Sie mir mit, wenn Sie ein Motorrad haben, das in mein "Beuteschema" passt, und das Sie nicht mehr wollen oder brauchen. Fragen Sie mich, wenn Sie Rat oder Hilfe benötigen, die ich möglicherweise erteilen kann. 

Fragen Sie mich nicht nach Teilen oder Fahrzeugen, ich bin kein Händler, sondern Privatmann mit einem Beruf, der mit Motorrädern nichts zu tun hat und restauriere aus "Spass an der Freud" alte Motorräder, die ich in der Regel selbst fahre oder dann an Freunde oder Bekannte abgebe, die oft schon darauf warten.

Gehen Sie mit mir und meinen Freunden auf die Reise. Ich schreibe viel und gerne und freue mich ganz offen, wenn Sie meine Berichte lesen, die Tour vielleicht nachfahren oder sich nur Anregungen holen, aber auch, wenn Ihnen meine "Reiseromane" einfach nur gefallen und sie die Tour virtuell nachvollziehen. Umso mehr freue ich mich dann auch über eine Rückmeldung im Gästebuch.

Genug gelabert. Was steht auf unseren Tour-shirts ? "Born to ride" In diesem Sinne:

"Let's go ridin'"

 

Seit 37 Jahren bin ich mit motorisierten Zweirädern unterwegs. Beginnend 1973 mit einem 4 - Gang Garelli-Moped und einer Honda SS 50, dem damaligen "Kleinkraftrad" .

Mit der Honda SS50 im Elsaß, 1973. Der Liter Sprit kostete 50 Pfennig und mit einem Tankinhalt von 10 Litern kam die SS 50 gut 400 km weit. Die Dame hieß Gaby.

Mein erstes "richtiges" Motorrad war eine Victoria KR 26 Aero. Für 50 Mark hatte ich das 1951 gebaute Motorrad vom Schrottplatz gerettet und mit viel Arbeit wieder fahrfähig gemacht. Der Einzylinder - Zweitakter mit Gegenstrom-Spülung war geradezu unverwüstlich und ich traf mich regelmäßig mit einem Kumpel, der eine ebenso alte 250er Ardie aus Großvaters Schuppen gezogen hatte. Keiner von uns hatte einen Führerschein, die Motorräder waren ohnehin nicht zugelassen und so fuhren wir in unserer ländlichen Heimat Anfang der siebziger Jahre damit auf Wald- und Wiesenwegen immer in Angst vor dem Förster, aber erwischt wurden wir zum Glück nie. 

 

Mit der KR26 Aero auf  Feldwegen. Immer gab es was zu basteln und dann - juchuu. Ich nannte sie das "Faktotum", wie ich dem alten Fotoalbum entnehmen konnte. Weshalb, weiß ich nicht mehr. 

Im April 1975 war es soweit: einen Tag nach meinem 18. Geburtstag hielt ich den grauen "Lappen" in der Hand. Ganze 200 Mark hatten "Klasse 1 und 3" gekostet. Nun konnte legal Motorrad gefahren werden, auch das "Faktotum" wurde "amtlich zugelassen."

Startklar zum Wochentripp: Mit der 10 PS Bella (ich durfte ja schon) und Freund Detlef mit dem 50er "Püchle" nach Frankreich, Österreich und die Schweiz. Man beachte den Pappkoffer aus den 50er Jahren. Den gibt es noch heute.

Das Geld war -damals wie heute - knapp bemessen und so reichte es denn "nur" zu einer MZ TS 250, die damals von Neckermann vertrieben wurde. 2490 Mark kostete eine Neue aus dem Versandhaus und 1000 meine Gebrauchte vom Bruder einer Schulkameradin.  

 

Mit der MZ nach Südfrankreich Für 200 Mark eine ganze Woche Urlaub. Das ging ! (1976)

Viele Touren -vor allem in den Süden Frankreichs- habe ich mit der MZ unternommen, so häßlich das Teil war, so genügsam und zuverlässig lief sie. Nach eineinhalb Jahren wurde die MZ von einer mattschwarzen Yamaha XS 500 abgelöst. Der Achtventiler war damals das Maß der Dinge.

Yamaha XS 500 DOHC Eight Valve mit 50 PS. Sie hieß " Lady in Black" nach dem Hit von Uriah Heep. Die Lederkombi war übrigens Größe 48. Das war 1976 . Heute habe ich keine XS mehr. Aber Größe 60 und meine ZX 10 heißt "schwarze Sau". So ändern sich die Zeiten.

Es folgten eine Honda 750 KZ, die nur Ärger bereitete und dann eine Motorrad-Abstinenz aus Geldmangel bis mir ein Freund wegen Nachwuchs seine R 100 S zum Kauf anbot. Ich kratzte alles zusammen und verkaufte ein soeben fertig restauriertes Mercedes 250 CE - Coupe von 1967. Es war ein guter Tausch.

Für nur 5000 Mark wechselte diese fünf Jahre alte, top gepflegte, lavarote Boxer-BMW 1982 den Besitzer.  Fast 10 Jahre sollte diese Verbindung halten. Als 1988 meine Tochter zur Welt kam, fuhr ich noch einige tausend Kilometer im Jahr, aber es wurden immer weniger. 1991 wurde ein Haus gekauft und jeder Pfennig benötigt. Meine treue R 100 S (ich weine ihr noch immer nach) bekam nach über 100.000 gemeinsamen Kilometern einen neuen Besitzer. Übrigens für 5000 Mark. Sie war noch immer so schön wie am ersten Tag. 

Meine R 100 S im französischen Esterel-Gebirge. So ein Motorrad hätte ich gerne wieder. Die Dame lieber nicht.

Der Motorrad-Virus wurde vergraben, verdrängt, als Leichtsinn für einen Familienvater abgetan, aber tot war er nicht. Unter der Decke entwickelte er langsam neues Leben und als die Kleine alt genug war, auf einem Motorrad mit zu fahren, entdeckte ich im Nachbarort eine Yamaha XJ 750 Seca, die im Regen vor sich hin rostete.

Ich trat mit dem türkischen Besitzer der Rostlaube in Kontakt und für wenige hundert Mark rettete ich die Seca vor dem sicheren Exitus um sie in der heimischen Garage komplett zu zerlegen und -jedes Teil poliert und überarbeitet - wieder zusammen zu setzen. 

Mehrere Fahrten ins Elsaß, durch den Kaiserstuhl und den heimischen Schwarzwald unternahm ich - teils mit meinem Kind, teils alleine. 1999 hatte das Gemecker der Gattin ein Ende, sie zog Ihres Weges und zu einem anderen Mann. Es war ihr vergönnt. Kind, Haus und Hund blieben bei mir und endlich konnte ich machen, was ich wollte. Ich kaufte und restaurierte, oder wie der Schwabe sagt "richtete" Motorräder, die von Gott und der Welt verlassen irgendwo vor sich hinrotteten. Mit verkleisterten Vergasern; erbarmungslos mit dem Pinsel gestrichen, dem Rost ausgesetzt oder mit zerfetzter Sitzbank als Mäuseunterkunft mißbraucht.   

Suzuki GS 1000, Honda bol d'or, Kawasaki GPZ 600 R, 900 R, GPX 600 R, 750 R GT 750, BMW R 80 ST, Guzzi V65 Lario, Yamaha XS 850, Suzuki GS 850, Suzuki GT 250 A, Yamaha XJ 550, eine FJ 1200, Kawasaki ZX 10, Honda CBX 750 F, CB 750 Custom, XL 500 R, XL 600 S, Honda NX 650 Dominator, Yamaha RD 350 LC, SR 500, Kawasaki Z 650 B, Suzuki GSX-R 750 Slingshot, eine exotische Yamaha XZ 550, und im Leichtkraftrad - Bereich für den Sohn meiner Lebensgefährtin erst eine DT 80, dann eine DT 125 R sowie eine TZR 125, alle von Yamaha.

Alle diese Motorräder und nun noch einige mehr hatte ich in dieser Zeit in den Fingern, aus jedem Einzelnen wurde auf seine Art ein Schmuckstück, teils mit neuer Lackierung, teils mit der Restauration bzw. vorsichtigen Ergänzung des Vorhandenen. Nicht mehr alle sind in meinem Besitz, da würde der Platz kaum reichen und jegliches Budget gesprengt, ich heiße ja nicht Schlumpf. Werfen Sie einen Blick in meine Bildergalerie. Nicht alle, aber ein großer Teil meiner "Schätze" sind dort zu sehen.

Jedem, der hier den großem Reibach wittert, sei gesagt: Diese Kunst ist so brotlos wie Pflastermalerei. Die Motorräder, die ich weiter gegeben habe, sind in Händen von Freunden oder Liebhabern, die sie ebenso hingebungsvoll pflegen, wie ich das tue.

Selbst vier Roller beleben meine Vita, der erste war 1974 eine Zündapp Bella 150 und als mein Vater und ich damals erkennen mussten, dass wir dieser Restauration nicht gewachsen sind, 1975 eine Bella 200, gleiches Baujahr wie ich. Zusammen mit meinem Vater auf der "Bella", der eine solche bereits in den Wirtschaftswunderjahren besaß, bereiste ich in den Siebzigern mit meiner MZ Österreich und die Schweiz über alle möglichen Pässe.

  

Mein Dad auf seiner Bella Mitte der Siebziger. Dann auf Tour: Silvretta-Stausee, Hahntennjoch

Übernachten wie Gott in Österreich: Eigenheim von Mehler mit Einbauküche made in GDR (passend zum Motorrad) bei Null Grad morgens im Tannheimer Tal

In den vergangenen beiden Jahren war es ein total verratzter Suzuki AP 50, den ich für den Sohn eines Nachbarn mit dessen Hilfe restaurierte sowie ein Aerox, den der Filius eines Kollegen innerhalb von nur 2 Jahren total heruntergewirtschaftet hatte und der in neuem Glanz erstrahlte.

 

So viel Zeit wie in den Aerox habe ich kaum in ein Motorrad investiert

Damit will ich es bewenden lassen, diese mehr oder weniger sinnlosen Seiten sollen einfach nur dem Betrachter Freude bereiten und ihn (bzw. sie) ermutigen, die "alten Dinger" nicht achtlos in die Ecke zu stellen. Viele dieser Bikes haben Motorradgeschichte geschrieben und mit ihnen wird auch ein Teil meiner Jugend wieder lebendig.

Es grüßt Sie ganz herzlich

der moppedsammler     

 

Weitere befreundete Sites:

"The World of Conny Conrad" ein alter Freund und ein herausragender Rockmusiker mit einem großen Herz für Kinder:

http://www.connyconrad.net/

Mein zweites Hobby: Der Wassersport. Segler und Motorbootfahrer sind hier zu Hause:

http://www.smyv.de

Gutes Essen verachte ich auch nicht und wenn ich nicht selbst koche (ebenfalls mit Leidenschaft) gehe ich hierhin:  Ein hevorragendes Spezialitätenrestaurant und mein Stammlokal, in dem Ioannis Papachristos seine Gäste empfängt:

http://www.akropolis-eutingen.de

 

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